Weihnachten

Weihnachten ist die Zeit, in der wir Christen in besonderer Weise der Geburt unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus gedenken und sie feiern. Erfreulicherweise tut dasselbe auch ein großer Teil der Protestanten (wobei erwähnt werden muss, dass sie an einen anderen Christus glauben als wir Katholiken). Der Rest von ihnen, z.B. die Zeugen Jehovas, lehnt das ab, mit der Begründung, dies sei unbiblisch und heidnisch. Nirgends stünde in der Bibel, dass die Christen der Geburt des Herrn in besonderer Weise gedenken und sie feiern sollen oder dass die Christen dies zur Zeit der Apostel getan hätten. Weihnachten sei eine Erfindung der katholischen Kirche und müsse aus genannten Gründen abgelehnt werden.

Wenn wir das Neue Testament lesen, dann stellen wir fest, dass die Christen zur Zeit der Apostel der Geburt des Herrn sehr wohl gedacht haben. Ich erinnere an den hl. Apostel Matthäus und an den hl. Lukas, den Mitarbeiter des hl. Apostels Paulus, die der Geburt des Herrn ganz besonders gedacht haben. Davon zeugen ihre Evangelien, in denen sie über die Geburt Christi berichten, und zwar in den ersten beiden Kapiteln. Ihnen war dieses Ereignis im Heiligen Geist so wichtig, dass sie es unter SEINER Führung und Inspiration in ihr Evangelium aufgenommen haben, womit Gott uns Christen animiert, diesem Ereignis einen besonderen Wert und Bedeutung zu verleihen. Welch eine große Bedeutung muss die Geburt Christi in Gottes Augen also haben, da ER sie in seiner Heiligen Schrift erwähnt wissen wollte?! Wie können ihr dann Protestanten diese Bedeutung, die ihr Gott verlieh, nehmen? Schlimmer kann es nicht gehen, als das, was Gott tut, abzulehnen und dagegen zu kämpfen und es als bedeutungslos hinzustellen!

Auch der hl. Paulus gedenkt unter der Führung und Inspiration des Heiligen Geistes der Geburt des Herrn ganz besonders, wenn er sie in seinem Brief an die Christen in Galatien gezielt erwähnt:

Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren aus einem Weibe …“ (Gal. 4,4)

Indem der Apostel an dieser Stelle der Geburt Christ besonders gedachte, wie wir es besonders an Weihnachten tun, brachte er die galatischen Christen dazu, dasselbe zu tun. Er erinnert sie daran, der Geburt Christi zu gedenken. Und indem Gott diesen Brief in die Bibel aufnahm, animiert er die Christen aller kommenden Zeiten dazu, dasselbe zu tun. Es ist also durch und durch christlich und biblisch, der Geburt des Herrn besonders zu gedenken. Das kann auch nicht anders sein, da es ohne die Geburt Christi logischerweise sein Erlösungsopfer nie gegeben hätte und wir nie erlöst worden wären:

Sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen ‚Jesus‘ geben, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“ (Mt. 1,21)

Die Geburt Christi ist also auf sein Erlösungsopfer und auf unsere Erlösung hingeordnet und von daher logischweise von großer Bedeutung und Erhabenheit. Deshalb ist es wichtig, ihrer besonders zu gedenken, wie es die Bibel tut.

Da Gott auf die Geburt Christi zeigt und uns an sie erinnert, so ist es unsere Pflicht, dieses großen, bedeutenden Ereignisses im Hinblick auf unser Heil, das uns geschehen ist, besonders zu gedenken. Und deshalb tut es die Kirche. Sie gedenkt der Geburt Christi ganz besonders am 25. und 26. Dezember, am 1. und am 2. Weihnachtstag.

Wie verhält es sich nun mit der Feier der Geburt des Herrn? Ist auch sie christlich und biblisch? In der Heiligen Schrift gibt es keine Stelle, die davon berichten würde, dass die Christen zur Zeit der Apostel die Geburt des  Herrn gefeiert hätten. Daraus ziehen dann etliche Protestanten den Schluss, dass zur Zeit der Apostel die Geburt Christi nicht gefeiert worden wäre. Doch es steht in der Bibel auch nicht, dass sie sie nicht gefeiert hätten. Die Bibel sagt weder das eine noch das andere. Sie schweigt sich buchstäblich darüber aus. Von diesem Tatbestand ausgehend müssen wir sagen: Wir wissen nicht, ob die Christen zur Zeit der Apostel die Geburt des Herrn gefeiert haben oder nicht. Dennoch teilt uns Gott in der Bibel mit, was gut und richtig ist und was nicht, das Feiern der Geburt des Herrn oder das Nicht-Feiern. Denn wir lesen im Evangelium des hl. Lukas im Hinblick auf Christi Geburt:

Und auf einmal erschien mit dem Engel eine große Schar des himmlischen Heeres, die Gott priesen und mit den Worten: ‚Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Friede unter den Menschen eines guten Willens!“ (Lk. 2,13f.)

Der hl. Lukas berichtet hier, dass sich die Engel zur Geburt Christi versammelt und sie so, wie es da steht, gefeiert haben. Die Kirche nun tut das den Engeln gleich, indem sie ihre Gläubigen zum Gedenken an die Geburt des Herrn versammelt und sie auf die gleiche Weise wie die Engel im Hinblick auf die Erlösung feiert, und zwar mit entsprechenden christlichen Gebeten, Liedern und Lobgesängen. Folglich ist Weihnachten durch und durch christlich und biblisch und nicht heidnisch. Weihnachten ist eine christliche Nachahmung der Engel, die uns hier ein Vorbild sind.

Ob auch die Christen zur Zeit der Apostel die Engel nachgeahmt und die Geburt Christi nach ihrem Vorbild gefeiert haben, bleibt offen. Gehen wir allein von der Bibel aus (Sola Scriptura), wäre anzunehmen, dass es möglich ist, dass sie es getan haben.

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NACHTRAG I

Auf dieser Seite der Zeugen Jehovas heißt es: "Hätte Jesus gewollt, dass seine Jünger seinen Geburtstag feiern, hätte er ihnen bestimmt das Datum genannt." Das ist eine Unterstellung. Woher wissen die Zeugen Jehovas das? In der Bibel finden wir diese Annahme jedenfalls nicht bestätigt! Sie ist unbiblisch, Menschenwort, das niemanden interessiert. Wir sollten das deshalb auf biblischer Basis erörtern: Biblischer Tatbestand ist, dass Gott in der Bibel über die Geburt Christi berichten lässt, das Datum aber verschweigt. Daraus ergibt sich, dass es Gott um die Geburt Christi geht, nicht um das Datum. Das bedeutet, es ist im Grunde egal, wann die Kirche die Geburt Christi feiert, ob an einem bestimmten Tag im Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter. Das hat Gott in seiner Vorsehung der Kirche freigestellt. Unter der Leitung des Heiligen Geistes hat sie sich entschieden, die Geburt des Herrn auf den 25. Dezember festzulegen. Warum sie das tat, darauf werde ich ein andermal eingehen.


NACHTRAG II

In der Überlegung der Zeugen Jehovas "Hätte Jesus gewollt, dass seine Jünger seinen Geburtstag feiern, hätte er ihnen bestimmt das Datum genannt." (s. o. "NACHTRAG I")  liegt ein gewaltiger Denkfehler zugrunde, nämlich, dass Christus etwas nicht gewollt habe, weil die Bibel nicht darüber berichtet, dass ER jemals das Datum seines Geburtstags genannt hätte. Und weil die Bibel nicht darüber berichtet, dass Jesus jemals das Datum seines Geburtstags genannt hätte, so habe ER nicht "gewollt, dass seine Jünger seinen Geburtstag feiern". Dasselbe betrifft die folgende Aussage der Zeugen Jehovas:  "Jesus hat geboten, seinen Todestag zu begehen, aber nirgendwo geboten, seinen Geburtstag zu feiern (Lukas 22:19,20). " Das bedeutet: Jesus habe etwas, in diesem Fall seine Geburtstagsfeier, nicht geboten, weil die Bibel darüber nichts sagt. Wäre diese Schlussfolgerung richtig, dann müssten wir sie auch auf den folgenden Akt, der in der Kirche unter den Apostel getätigt wurde, anwenden:

"Als die Apostel, die in Jerusalem waren, hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Diese zogen hinab und beteten für sie, damit sie den Heilige Geist empfingen; denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen, nur getauft waren sie auf den Namen des Herrn Jesus. Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist." (Apg. 8,14)

Diesen Akt oder diese Praxis des Gebets und der Handauflegung zum Empfang des Heiligen Geistes (Firmung) wurde, wie wir sehen, von den Aposteln zwar praktiziert, doch berichtet die Bibel an keiner einzigen Stelle, dass Jesus jemals diese Praxis erwähnt oder den Aposteln aufgetragen hätte, genau so, wie sie nicht darüber berichtet, dass Jesus jemals das Datum seines Geburtstags mitgeteilt oder den Jüngern seine Geburtsfeier aufgetragen hätte. Das heißt: Die Apostel praktizierten hier etwas, wovon die Bibel nicht berichtet, dass es Jesus genannt oder den Aposteln aufgetragen hätte, so wie die Kirche den Geburtstag Christi am 25. Dezember feiert, wovon die Bibel nicht berichtet, dass Jesus das Datum genannt oder der Kirche seine Geburtsfeier aufgetragen hätte. Gemäß dem Gedankengang der Zeugen Jehovas hätten die Apostel also die Praxis des Gebets und der Handauflegung zum Empfang des Heiligen Geistes gar nicht tätigen dürfen, genau so wie die Kirche die Geburtsfeier Christi (am 25. Dezember) nicht tätigen dürfe, weil die Bibel nicht sagt, dass Jesus Beides genannt oder aufgetragen hätte.

Wir sehen, dass diese Argumentation der Zeugen Jehovas völliger Blödsinn ist! Ihre Überlegung stimmt von Vorne bis Hinten nicht! Vielmehr lehrt uns die Bibel, dass von Gott auch Dinge gewollt sind,  von denen die Bibel nicht sagt, dass sie Jesus jemals genannt oder aufgetragen hätte!, ob das nun die Geburtsfeier Christi, das Datum dazu oder die Praxis des Gebets und der Handauflegung zum Empfang des Heiligen Geistes durch die Apostel ist! Ich muss wirklich sagen: Man muss ganz schön dumm und blöd sein, wenn man auf die ausgeklügelten Überlegungen und Argumentationen der Zeugen Jehovas und anderer Protestanten hereinfällt und diesen Antichristen, falschen Propheten und Verführern und ihren ausgeklügelten Lügen folgt! Selber Schuld! Schade nur um das verlorene Seelenheil!


NACHTRAG III

Zeugenn Jehovas: "Die Apostel und die ersten Jünger Jesu kannten kein Weihnachten."

1.) Die Zeugen Jehovas können nicht wissen, dass "die Apostel und die ersten Jünger Jesu .. kein Weihnachten" bzw. keine Geburtsfeier Christi gekannt hätten, weil die Bibel das nicht mitteilt. Die Bibel sagt weder, dass sie die Geburt Christi gefeiert hätten, noch dass sie sie nicht gefeiert hätten. Das ist biblischer Tatbestand! Die Behauptung, dass sie sie nicht gekannt hätten, ist also unbiblisch und nichts weiter als eine Unterstellung.

2.) In meinem Artikel anfangs verweise ich darauf hin, dass sich die Engel zur Geburt Christi versammelt und sie gefeiert haben, indem sie - wegen der Geburt Christi - Gott verherrlichten mit den Worten: "Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Friede unter Menschen eines guten Willens." (Lk. 2,14) Des Weiteren sprach ein Engel zu den Hirten: "Fürchtet euch nicht! Denn seht, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk sein wird: Euch wurde heute in der Stadt Davids ein Retter geboren, der ist Messias und Herr ..." (Lk. 2,10f.) Der Engel sagt hier ausdrücklich, dass die Geburt Christi, des Messias, den Hirten eine große Freude sei, die auch "dem ganzen Volk sein wird". Die Hirten sollten und das ganze Volk würde, so der Engel, über Christi Geburt in großer Freude sein. Das ist an Weihnachten der Fall. Um das zu verdeutlichen, versammelten sich sogleich nach diesen Worten, wie oben dargelegt, die Engel, um das Freudenfest zu begehen: "Und auf einmal erschien mit dem Engel eine große Schar des himmlischen Heeres, die Gott priesen mit den Worten: 'Ehre sei Gott in der höhe und auf Erden Friede unter Menschen eines guten Willens!'." In Anbetracht dessen, ist nicht auszuschließen, dass auch die Apostel und die ersten Jünger Jesu dieses große Freudenfest feierten, auch wenn das Neue Testament und die übrigen historischen Quellen der Kirche nichts darüber berichten, da der Engel prophezeit, dass das Volk Gottes über die Geburt Christi große  Freude haben würde, die es praktisch nach der Art und Weise zum Ausdruck bringt, wie es die große Engelschar vorgemacht hat.

3.) Die Bibel der Apostel und der ersten Jünger Jesu bestand ausnahmslos aus den Büchern des Alten Testaments. Nirgends in ihrer, der damaligen Bibel stand, dass die Apostel über andere Menschen beten und ihnen die Hände auflegen sollen (vgl. "NACHTRAG II" oben), damit diese den Heiligen Geist empfangen. Und doch haben sie das getan. Das war zu der Zeit praktisch eine unbiblische Handlung. Wie können dann die Zeugen Jehovas und andere Protestanten von der katholischen Kirche im Hinblick auf die Geburtsfeier Christi (Weihnachten) verlangen, etwas zu tun, was die Apostel nicht getan haben, nämlich sich ausschließlich an den Aussagen der Bibel zu orientieren? Den Aposteln müssten die Zeugen Jehovas und andere Protestanten folglich dasselbe vorhalten im Hinblick auf das damals unbiblische Beten und Handauflegen zum Empfang des Heiligen Geistes, wie sie es der katholischen Kirche vorhalten im Hinblick auf die angeblich unbiblische Feier der Geburt Christi. Aber das tun sie nicht, weil sie mit zweierlei Maß messen. Die katholische Kirche darf nicht auf dieselbe Weise handeln, wie die Apostel! Das ist logischerweise Schwachsinn; denn was unbiblisch ist, ist unbiblisch, ob von Seiten der Apostel oder von Seiten der katholischen Kirche!


NACHTRAG IV

Zeugen Jehovas: "Weihnachten hat seine Wurzeln in heidnischen Bräuchen und Riten und ist daher nach unserem Bibelverständnis für Gott nicht akzeptabel (2 Korinther 6:17)."    

1.) Dass Weihnachten, das heißt die Feier der Geburt Christi, "seine Wurzeln in heidnischen Bräuchen und Riten" hätte, ist eine dreiste LÜGE! Die Feier der Geburt Christi hat seine Wurzeln in der Bibel, genauer: in der Geburtsgeschichte des Evangelisten Lukas, zumal den Heiden die Geburt Christi und ihre Feier völlig unbekannt war und ist, weshalb die Geburtsfeier Christi ihre Wurzeln folglich nicht im Heidentum hat oder haben kann.

2.) Betrachten wir an dieser Stelle nochmal Lk. 2,10ff. Nach Lk. 2,10f. prophezeite der Engel des Herrn den Hirten: "Fürchtet euch nicht! Denn seht, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk sein wird: Euch wurde heute in der Stadt Davids ein Retter geboren, der ist Messias und Herr ..." Der Engel Gottes prophezeit hier ausdrücklich, dass "dem ganzen Volk [Gottes]" die Geburt Christi "eine große Freude" wird. Das ist eine Prophezeiung, eine Prophezeiung, die besagt, dass das ganze Volk (Gottes) über die Geburt Christi eines Tages "große Freude" haben wird, nicht könnte, sondern wird, womit er Weihnachten, wo Gottes Volk diese prophezeite Freude zum Ausdruck bringt, vorhergesagt hat. Mit diesen Worten gab er gleichsam zu verstehen, dass alle, die über die Geburt Christi keine Freude haben, nicht zum "ganzen Volk" Gottes gehören. Das sind dann auch die Zeugen Jehovas und sehr viele andere Protestanten. 

3.) Gleich nach Lk. 2,10-11 zeigen die Engel Gottes (siehe "NACHTRAG III") wie die Freude über die Geburt Christi zum Ausdruck kommt: "Und auf einmal erschien mit dem Engel eine große Schar des himmlischen Heeres, die Gott priesen mit den Worten: 'Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Friede unter Menschen eines guten Willens!'." Die katholische Kirche tut das den Engeln gleich und bringt auf dieselbe Weise ihre große Freude über die Geburt Christi zum Ausdruck. Sie feiert sie auf dieselbe Weise wie die Engel, d.h. mit entsprechenden christlichen Gebeten, Preisungen, Liedern und Lobgesängen. So gehört zum Weihnachtsfest, zum Geburtsfest Christi, zur Veranschaulichung auch die Weihnachtskrippe, weil ja der Engel gleich nach seiner Prophezeiung des Weihnachtsfestes zu den Hirten sagte: "Und dieses sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Krippe liegt."     

Anhand dieser drei Punkte sehen wir, dass das Weihnachtsfest seinen Ursprung keineswegs im Heidentum hat, wie von Protestanten lügnerisch behauptet, sondern in der Heiligen Schrift, Gottes Wort! 


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