Jesus Christus – Gott und Mensch

Die Bibel offenbart uns Jesus Christus auf vielfältige Weise als Gott. Die meisten dieser Bibelaussagen werden von den protestantischen Irrlehrern, die die Gottheit  Christi ablehnen, totgeschwiegen, andere Bibelaussagen verdreht, und wieder andere einseitig als angeblicher Beweis für die Richtigkeit ihrer Lehre verwendet, Christus sei nicht Gott, sondern Gottes Geschöpf. Wer alle diese Bibelstellen, die Christus als Gott offenbaren, nicht kennt, könnte auf die genannten Irrlehrer glatt hereinfallen.

Die bezeichneten Irrlehrer verfolgen mit ihrer Irrlehre ein gemeinsames Ziel, nämlich Jesus Christus auf bezeichnete Weise zu erniedrigen und klein zu machen. Hören wir also, was uns Gottes Schriftwort über Christus lehrt:


Bibellehre I:

Joh. 1,1-3: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden, und ohne dasselbe ist nichts von dem geworden, was geworden ist.“

Die Phrase „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott“ zeigt an, dass das Wort (Christus) und Gott zwei verschiedene Personen sind, wobei aber gleich hinterher gesagt wird, dass Gott das im Anfang seiende Wort war. Hier wird deutlich, dass es sich bei Gott, bei dem das Wort (Christus) war, um den göttlichen Vater handelt, dessen Sohn, das Wort, aber selbst Gott ist. Die Rede ist hier also von Gott Sohn und Gott Vater, die beiden ersten der drei göttlichen Personen. Christus wird hier also eindeutig als Gott bezeichnet und enthüllt, und nicht als Geschöpf. Weil das der Wachturmgesellschaft der Zeugen Jehovas nicht passt, fügt sie dem Bibeltext noch ein Wort (unten fett markiert) hinzu, um so zum gewünschten Ergebnis zu kommen:

und das Wort war ein Gott.“

Das heißt, aus „Gott“ wurde ein Gott“ gemacht, um dann auf der Basis dieser Bibelfälschung auf Joh. 10 zu verweisen, wo sich Jesus als eben diesen Gott zu verstehen gäbe, um dann auf die negative Reaktion der Juden auf Psalm 82,6 zu verweisen, wo es über die jüdischen Richter heißt: „Ich habe gesagt: 'Ihr seid Götter.'“ Auf dieser konstruierten Basis erklärt die Wachturmgesellschaft dann, dass sich weder Jesus selbst in Joh. 10, noch dass ihn Johannes in 1,1 als Gott bezeichnet habe, sondern als einen der im Psalm gemeinten geschöpflichen Götter. Sicherlich war Christus im Sinne des zitierten Psalms ein Gott, aber nach Joh. 1,1 ist er auch Gott, da dort nicht von ein Gott“ die Rede ist, sondern von „Gott“: „und Gott war das Wort“! Der hl. Apostel Johannes wiederholt sich später in seinem ersten Brief, indem er schreibt:

Wir wissen, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, den Wahrhaftigen zu erkennen; und wir sind im Wahrhaftigen: in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott ...“ (1 Joh. 5,20)

Auch hier, wie in Joh. 1,1, unterscheidet Johannes zwischen Christus, dem Sohn Gottes, und seinem göttlichen Vater, dem Wahrhaftigen: „... dass der Sohn Gottes ... uns Einsicht gegeben hat, den Wahrhaftigen zu erkennen ...“ Und ebenso wird dann gleich hinterher erklärt, dass der Wahrhaftige, also Gott, (auch) der Sohn, Jesus Christus, ist: „... wir sind im Wahrhaftigen: in seinem Sohn Jesus Christus ...“ So, wie nach Joh. 1,1 Jesus Christus und sein göttlicher Vater gleichsam Gott sind, so sind sie auch nach 1 Joh. 5,20 der Wahrhaftige – Gott, was dann gleich danach nocheinmal im Hinblick auf Christus deutlich ausgesprochen wird: „... und wir sind im Wahrhaftigen: in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott ...“

Da die Wachturmgesellschaft spätestens hier ins Schleudern kommt, hat sie Vers 5,20 wie folgt gefälscht:

Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrfatigen zu erkennen. Und wir sind in der Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott ...“

Die Fälschung geht hier dahin, dass nicht mehr Jesus als der Wahrhaftige, als Gott erscheint, wie nach dem überlieferten griechischen Text, sondern nur der Vater. Echt dreist!

Mir ist noch eine weitere protestantische Fälschung im Hinblick auf Joh. 1,1 bekannt, und zwar die der Übersetzer des „Konkordantes Neues Testament“, die nach eigenem Bekunden ebenfalls nicht glauben, dass Jesus Christus Gott ist. Deshalb fälschen sie:

... und wie Gott war das Wort.“

Während die Wachturmgesellschaft der Bibel das Wort „ein“ („ein Gott“) hinzufügt, fügen die Übersetzer des „Konkordantes Neues Testament“ der Bibel das Wort „wie“ („wie Gott“) hinzu, während sie aber 1 Joh. 5,20 fast richtig wiedergeben:

Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes eintrifft, und Er hat uns Einsicht gegeben, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in Seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhafte Gott ...“

Dass der Apostel Johannes es so meint, wie er das schreibt, belegt auch sogleich der dritte Vers seines Evangeliums:

Alles ist durch dasselbe (das Wort) geworden, und ohne dasselbe ist nichts von dem geworden, was geworden ist.“

Alles, was geworden ist, also alles Erschaffene, so heißt es, ist durch den Sohn, Christus, das Wort, geworden. Und weil alles Geschaffene gemäß der Bibel durch den Sohn geworden ist, so befindet sich der Sohn gemäß dieser biblischen Aussage außerhalb alles Gewordenen/Geschaffenen und ist somit selber nicht Gewordener/Geschöpf, sondern ist unerschaffen und damit ewig seiend und somit Gott, durch den alles Gewordene geworden ist. Diese Stelle belegt nun ganz deutlich die Richtigkeit der richtigen Übersetzung von Joh. 1,1 und entlarvt die falschen als Betrug:

die richtigen:

und Gott war das Wort“

und das Wort war Gott“


die falschen:

und das Wort war ein Gott“

und wie Gott war das Wort“


Nochmals will ich hervorheben, dass Joh. 1,3 ausdrücklich sagt, dass das Wort, nämlich der Sohn Gottes, der Schöpfer von ALLEM ist und sich außerhalb ALLES Erschaffenen befindet, womit der Apostel ihn als Gott bekennt, da allein Gott unerschaffen ist, weshalb er ja schreibt: „... und Gott war das Wort“ bzw. „... und das Wort war Gott“ und nicht im Widerspruch zu 1,3: „und das Wort war ein Gott“ oder: „und wie Gott war das Wort“.

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Nachtrag I

Zitat Zeugen Jehovas: ";Er aber [Stephanus], erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen“  (Apostelgeschichte 7:55, 56, Einheitsübersetzung).Was machte diese Vision deutlich? Erfüllt vom heiligen Geist, der wirksamen Kraft Gottes, sah Stephanus ,Jesus zur Rechten Gottes stehen'. Das zeigt klar: Jesus wurde nach seiner Auferstehung zu Leben im Himmel nicht wesenseins mit Gott, sondern war ein eigenständiges Geistwesen. Und von einer weiteren, dritten Person ist in dem Bericht auch keine Rede."


1.) Im obigen Kommentar zu Apg. 7,55f. behaupten die Zeugen Jehovas, dass diese Bibelstelle besagen würde, dass Jesus im Himmel "ein eigenständiges Geistwesen" war. Eben dieselbe Bibelstelle verneint das, indem sie ausdrücklich vom Menschen Jesus spricht, und nicht vom Geistwesen Jesus: "Ich  sehe ... den Menschensohn ..."  Und das kann ja auch nicht anders sein, da Jesus Christus als Mensch  wieder auferstanden und mit Leib und Seele in  den  Himmel aufgefahren ist. Die Bibel spricht  vom "Menschensohn", dem Auferstandenen und in den Himmel Aufgefahrenen, und die Zeugen Jehovas vom "Geistwesen", und  unterstellen dann auch noch, dass das Apg. 7,55f. besagen würde. Total dreist! - Jesus Christus ist im Himmel kein Geistwesen, sondern Mensch mit Leib und Seele.

2.) Weil Apg. 7,55f. zwischen Gott und Jesus unterscheide, sei Jesus nicht Gott, sondern ein "eigenständiges Geistwesen". Das ist es, was ich an anderer Stelle schrieb: Die Protestanten wissen zwar, wo in der Bibel dies und jenes steht, was auch der Teufel weiß (vgl. Mt. 4,1ff), und was daher nichts außergewöhnliches ist, aber von den biblischen Zusammenhängen und ihrer Bedeutung haben sie null Ahnung, genauso wie der Teufel, weil sie den Heiligen Geist nicht haben. Deshalb sehen sie nicht, dass der eingangs zitierte  Bibeltext ausdrücklich von der Menschheit Christi spricht, die in Stephanus' Visionsszene zur Rechten Gottes gestanden hat; der Text spricht nämlich von Jesus als dem "Menschensohn", dem "Sohn des Menschen" und nicht vom "Gottessohn" oder "Sohn Gottes". In der Visionsszene wird also zwischen der Gottheit Christi ("Gott") und dessen Menschheit unterschieden, wobei seine Menschheit zur Rechten seiner Gottheit steht, weil Menschheit und Gottheit Christi nicht identisch sind. Die Visionsszene verdeutlicht genau dieses göttliche Geheimnis, und zwar bildlich, damit man die Menschheit Christi nicht mit dessen Gottheit und seine Gottheit nicht mit dessen Menschheit verwechselt. Zwar steht in der zitierten Stelle buchstäblich nichts von der Gottheit  Christi, und das muss es auch nicht, dafür aber z.B., wie oben im Artikel  zu sehen, in Joh. 1,1 und 1 Joh. 5,20:

"... und Gott  war das Wort (Christus)." (Joh. 1,1)

"... in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser  ist der wahrhaftige Gott ..." (1 Joh. 5,20)

Wir müssen die Bibel also zusammenhängend lesen, wie in diesem Fall; nur dann eröffnet sich uns auch der Sinn von  Apg. 7,55f., wonach Stephanus in der Vision auf der einen Seite Gott und damit gemäß Joh. 1,1 und 1 Joh. 5,20 Christus als Gott gezeigt  wurde, und auf der anderen Seite Christus als Mensch, wobei in  der Bezeichnung  "Gott" alle drei  göttlichen Personen inbegriffen sind, wie uns das in  1 Mo. 18,1ff. gezeigt  wird, wo von Gott, von JAHWE, die Rede  ist, der Abraham erschien, und zwar, wie es daraufhin heißt, dreipersonal, obwohl in 18,1 der Name Gottes im Singular erscheint: "JAHWE erschien ihm ...  Als er seine Blicke erhob, siehe, da standen drei Männer  vor  ihm", nämlich JAHWE, Gott, und diese DREI sind in  Apg. 7,55f. in der Bezeichnung "Gott" inbegriffen.

Ich hoffe, dass ich die Visionsszene Apg. 7,55f. verständlich genug rüberbringen konnte, was ja in Bezug auf Gott äußerst schwierig ist, weil er ja unbegreiflich ist. Nur die Zeugen Jehovas und andere Protestanten tun in ihrem Stolz und Hochmut so, als könnten sie Gott begreifen. Das ist eine Anmaßung ohne Gleichen, die auf deren Stolz und Hochmut  hindeutet, in denen sie sich mit ihrem winzigen Verstand Gott so zurechtdenken, wie es ihnen passt, und dafür obendrauf noch die Bibel fälschen!


Nachtrag II

Vor mehreren Monaten stieß ich bei meinen Nachforschungen auf die Internetseite eines Sieben-Tags-Adventisten, der mit einer großen Flut von Bibelzitaten arbeitet, um mit ihnen die Gottheit Christi zu widerlegen. Jedoch enthalten alle diese Bibelzitate keine Verneinung der Gottheit Christi. Vielmehr zeigen sie bestimmte Aspekte auf, die jener Adventist nicht versteht und sie so dreht und wendet, dass sie im Gegensatz zur Lehre der Gottheit Christi stehend erscheinen.

1.) „In der Offenbarung finden wir eine weitere Thronszene. Dort heißt es: Offb 4,2 'Alsbald war ich im Geiste; und siehe, ein Thron stand in dem Himmel, und auf dem Throne saß einer.' Also auch hier ist offenbar nicht der dreieinige Gott zu sehen, sondern nur Einer! Dass der Sohn Gottes nach seinem Erlösungsopfer auch auf dem Thron Gottes sitzt, ist ebenfalls biblisch. Dass drei Gestalten auf dem Thron Gottes sitzen sollen, kommt jedoch weder bei Ellen White noch in der Bibel vor.“

Dieser Adventist  stochert im Leeren herum, weil er die biblische Dreieinigkeitslehre nicht begriffen hat. Wie soll er das auch, ohne den Heiligen Geist, der ihm fehlt? Die Stelle, auf die sich der Adventist bezieht, habe ich  bereits im Artikel erläutert. Wen sah der Apostel Johannes da auf dem Thron sitzen? "Einen", Gott! Und wen sah Abraham?  Richtig! Einen, Gott, Jahwe: "JAHWE erschien ihm ..." (1  Mo. 18,1) Und  wie  erschien er, der EINE, ihm? Richtig!  In drei Personen: "Als er seine Blicke erhob, siehe, da standen drei Männer vor ihm" (1 Mo. 18,2) Somit ist Gott EINER, den Johannes sah, der aber dreipersonal ist, wie 1 Mo. 18,2 belegt. Johannes sah also Gott, den EINEN, auf dem Thron sitzen, und diesen EINEN, den er auf dem Thron sitzen  sah, verherrlichten die vier Wesen (Seraphim), so  sah Johannes sogleich weiter, nicht mit "heilig", sondern mit "heilig, heilig, heilig, ist der  Herr, Gott ..." (Offb. 4,8), also mit drei Mal "heilig", eben, weil dieser EINE auf dem Thron, nämlich Gott, dreipersonal ist, wie gemäß 1 Mo.  18,1f., nämlich der Vater (heilig) und Sohn (heilig) und Heiliger Geist (heilig). Und eben  das begreift der Adventist ohne  den heiligen Geist nicht, weshalb er den EINEN, Gott, in Offb. 4,2 mit einer einzigen Person verwechselt, obwohl Johannes von Gott als von dem EINEN Gott spricht, der  nach Offb. 4,8  drei Mal heilig ist, weil er gemäß 1 Mo.  18,1f. dreipersonal ist. Was Ellen White, die Adventisten-Prophetin sah oder vorgeblich sah, ist  für den Christen irrelevant.

2.) „In Dan. 7,9 ff ist eine Thronszene mit Gott zu sehen. Der dort als Gott (Alter - Hochbetagter) zu sehen ist, von dem aus sich ein Feuerstrom ergießt und dem Tausend mal Tausende dienen...: Ist in dieser Thronszene der dreieinige Gott zu sehen? Offenbar nicht, denn es wurde einer wie ein Menschensohn vor ihn gebracht, der aber wie der auf dem Thron Sitzende gleichfalls Teil des dreieinigen Gottes sein soll. Diesem Gott wurde von dem Gott auf dem Thron Herrschaft, Würde und Königtum verliehen, obwohl der Menschensohn-Gott vor seiner Menschwerdung selbst allmächtiger Gott gewesen sein soll und Herrschaft, Würde und Königtum, die ihm jetzt verliehen wird, schon immer innehatte. Er bekommt also als Folge seines Erlösungsopfers etwas, was er vorher schon besaß - ein merkwürdiges Geschenk! Die dritte Person Gottes fehlt in dieser Szene ganz (zufälligerweise auch in den Gesichten von Ellen White)!!!“

An diesem Wirrwarr von Aussagen ist nochmals deutlich zu erkennen, dass dieser Irrlehrer die  biblische Trinitätslehre nicht versteht. Er stochert im Dunkeln herum! Er unterscheidet nicht zwischen der Gottheit und der Menschheit Christi und achtet gleichsam nicht auf die Worte der Bibel in Dan. 7,9ff. Ausdrücklich ist hier von Christus nicht als vom Sohn Gottes, sondern als vom Menschensohn die Rede, also von seiner Menschheit, die von Gott Herrschaft, Würde und Königtum verliehen bekommt, während die Gottheit Christi all dies schon besaß. Und dass in dieser Szene die dritte göttliche Person völlig fehlte, ist lediglich eine Unterstellung. Denn genauso könnte man einfach mal unterstellen, dass der in Dan. 7,9ff. genannte Hochbetagte der Heilige Geist ist und nicht der Vater. Wenn wir aber annehmen, dass der Hochbetagte Gott ist, dann ist doch klar, dass hier der Heilige Geist inbegriffen ist, so wie auch der Vater und der Sohn. Vgl. nochmals 1 Mo. 18,1f.: "JAHWE erschien ihm ...  Als er seine Blicke erhob, siehe, da standen drei Männer  vor  ihm"

3.) „Mt 27,46 'um die neunte Stunde aber schrie Jesus auf mit lauter Stimme und sagte: Eli, eli, lama sabachthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?' Diese bekannte Aussage Jesu kurz vor seinem Tod wird im Lichte der Trinität äußerst merkwürdig. Was meint Jesus damit, da er doch nach der Zwei-Naturen-Lehre angeblich selbst gleichzeitig wahrer Mensch und wahrer Gott ist? Fühlt er sich vom dreieinigen Gott, vom Vater und/oder vom Heiligen Geist oder gar von seiner eigenen Gottheit verlassen? Fast scheint letzteres der Fall zu sein, denn Gott kann, da er unsterblich ist, gar nicht sterben. Da Jesus nach trinitarischer Lehre nicht wirklich Gottes Sohn ist, kann am Kreuz nur Gott in der 2. Person oder ein normaler Mensch hängen, doch die Bibel sagt, dass uns kein Mensch erlösen kann. Es mußte daher ein göttliches Opfer sein, dass der wahre Gott aber wegen seines innewohnenden unsterblichen Lebens gar nicht bringen kann (auch nicht eine der drei Personen Gottes) ...“

Dass nach trinitarischer Lehre Jesus „nicht wirklich Gottes Sohn“ sei, ist eine dreiste Lüge, da die trinitarische Lehre ausdrücklich besagt, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist, der Sohn des Vaters. - Wenn man die Lehre Gottes über die Gottheit und die Menschheit Christi nicht versteht, dann kommt man auch zu den unsinnigen Schlüssen, wie sie in diesem Kommentar zutage treten. Wenn Jesus am Kreuze rief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“, dann offenbart sich hier die seelische Not Christi. Seine menschliche Seele empfand und sah sich von Gott verlassen und rief daher jene Worte aus. Sie befand sich in völliger Dunkelheit! Das gehörte zur Passion, zum Leidensweg Christi, zu seinem Erlösungsleiden dazu. Die zweite göttliche Person litt hier und starb dann in ihrer Menschheit, nicht in ihrer Gottheit. Die Menschheit Christi sah sich, wie es in der Bibel steht, tatsächlich von Gott und damit auch von ihrer eigenen Gottheit verlassen, obwohl sie dennoch da war (denn wo soll Gott denn nicht da sein?). Und gerade weil Gott „wegen seines innewohnenden unsterblichen Lebens“ ein rein göttliches Opfer nicht bringen kann, wurde er Mensch, um dann auf diese Weise das erlösende Opfer bringen zu können. Das, was nicht möglich ist, hat Gott, der Allmächtige, auf diese Weise möglich gemacht. Vor diesem Hintergrund ist der ganze Kommentar des adventistischen Irrlehrers völlig unsinnig. Die Unsinnigkeit dieses Kommentars zeigt sich auch darin, dass der Irrlehrer auf der einen Seite erklärt, dass uns kein Mensch erlösen könne, aber auf der anderen Seite der Meinung ist, dass Jesus nicht Gott sei. Folglich habe uns Christus nicht erlöst. Hier hat sich der Irrlehrer ganz klar mit seinen eigenen anti-trinitarischen Gedankengängen im eigenen Netz verstrickt und verfangen.

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