Maria Himmelskönigin

Die Kirche verehrt Maria, die Muttergottes, als Königin des Himmels. Das stört die radikalen Protestanten ungemein, erstens, weil sie die Kirche hassen, und zweitens, weil sie in ihrem Stolz und Hochmut nicht ertragen können, dass Maria über ihnen steht. Sie sind geistlich Pubertierende, die sich gegen Vater und Mutter erheben. Aus diesem Grund haben sie sich alles mögliche einfallen lassen, um Maria, ihre Mutter, zu erniedrigen und die Kirche mit ihrer Marienverehrung lügnerisch des Götzendienstes zu bezichtigen, wobei sie mit letzterem behaupten, Maria sei eine Gottheit, und sie sich somit selbst zu Heiden disqualifizieren, weil Maria nach katholischer, d.h. christlicher Lehre keine Gottheit ist, die sie aber als Gottheit bezeichnen.

Und so unterstellen sie der Kirche lügnerisch, dass sie in der Verehrung Mariens als Himmelskönigin die zahlreichen Muttergöttinnen verehre, die in heidnischen Religionen als Himmelsköniginnen bekannt waren oder sind. Besonders gerne verweisen sie dabei auf Jeremia Kapitel 7 und 44:

„Du aber bete nicht für dieses Volk, erhebe nicht für sie Gebet und Fürsprache! Dringe nicht in mich; denn ich werde nicht auf dich hören! Siehst du denn nicht, was sie in den Städten Judas und in den Gassen Jerusalems treiben? Die Kinder sammeln Holz, die Väter zünden das Feuer an, und die Frauen kneten Teig, um Kuchen für die Himmelskönigin zu backen. Fremden Göttern spendet man Trankopfer, um mir Verdruss zu machen." (Jer. 7,16-18)

„Alle Männer, die wussten, dass ihre Frauen anderen Göttern Rauchopfer darbrachten, und alle Frauen, die in großer Zahl dabeistanden, sowie alles andere Volk, das in Ägypten in Patros wohnte, antworteten Jeremia: ‚Dem, was du uns da im Namen des Herrn verkündet hast, werden wir nicht gehorchen. Wir werden unser Versprechen, das wir mit eigenem Mund gegeben haben, genau erfüllen, nämlich der Himmelskönigin Rauchopfer darzubringen und ihr Trankopfer zu spenden, wie wir und unsere Väter, unsere Könige und Fürsten in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems getan haben.“ (Jer. 44,15-17)

Um dann zu behaupten, die Kirche habe die Verehrung der heidnischen Himmelsköniginnen übernommen und auf Maria übertragen und sie so zur Göttin gemacht. In Wahrheit aber haben sie das erfunden und konstruiert, um die Kirche lügnerisch des Heidentums und des Götzendienstes zu bezichtigen und Maria zu erniedrigen, um so bewusst das 8. Gebot Gottes zu brechen:

„Du sollst gegen deinen Nächsten kein falsches Zeugnis abgeben!“ (2 Mo. 20,16)

Weshalb gilt:

„Selig seid ihr, wenn man euch Meinetwegen schmäht und verfolgt und euch lügnerisch alles Böse nachsagt. Freuet euch und frohlockt, weil euer Lohn im Himmel groß ist.“ (Mt. 5,11f.)

In Wahrheit bezog und bezieht die Kirche den Titel Himmelskönigin im Hinblick auf Maria nicht aus dem Heidentum, sondern aus Psalm 45,10-16, wo die Königin im Himmel besungen wird, und aus Offb 12:

„Die Königstochter steht da in Deiner Herrlichkeit, die Königin zu Deiner Rechten in Ofirgold, umgeben von bunter Pracht! Höre Tochter, und siehe, und neige Dein Ohr und vergiss Dein Volk und Deines Vaters Haus. Der König verlangt nach Deiner Schönheit, denn er ist der Herr, Dein Gott, und ihn betet man an. Die Töchter von Tyrus bemühen sich um Deine Gunst, alle Reichen des Volkes. Ganz Herrlichkeit ist die Königstochter im Innern, mit goldenem Saume geziert, ist sie mit bunten Kleidern angetan. Hinter ihr her führt man Jungfrauen zum König; ihre Genossinnen bringt man zu Dir! Sie werden herzugeführt unter Freude und Jubel, hineingeleitet in den Palast des Königs.“ (Ps. 45,10-16)

Diese Königin, die ganz in Christi, des Königs, Herrlichkeit dasteht und sich dem Text nach im Himmel befindet, wo Christus, der König thront, wird uns dann in Offb. 12 enthüllt:

„Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne umkleidet, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von 12 Sternen, und sie war gesegneten Leibes und schrie in Wehen und Schmerzen des Gebärens ... Und der Drache stellte sich vor die Frau, um ihr  Kind zu verschlingen, wenn sie gebären würde, und sie gebar ein Kind, einen Knaben, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe.“ (Offb. 12,1-5)

Die ganze Herrlichkeit, in der nach Psalm 45 die Königin des Himmels dasteht, ist nach Offb. 12,1 die Sonne, von der Sie im Himmel, wo Johannes Sie sieht, umkleidet ist. Ihre königliche Krone besteht aus 12 Sternen.

Wer ist nun diese große Frau in Offenbarung 12, die im Psalm als Königin des Himmels besungen wird? Die Antwort geben uns nicht die Protestanten mit ihren phantasiereichen Ideen,  sondern die Bibel allein. Offb. 12,1-5 beschreibt Sie als Schwangere, die dann zur gegebenen Zeit einen Sohn gebiert, „der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe.“ Um nun allein von der Bibel zu erfahren, wer diese Frau ist, und nicht   von den  Protestanten, müssen wir wissen, wer Ihr Sohn ist, „der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe.“ Und wer dieser Ihr Sohn ist, sagen uns ebenfalls nicht die Protestanten mit ihrer reichhaltigen Phantasie, sondern ganz allein die Bibel. Schauen wir also, was nicht die Protestanten sagen, sondern was die Bibel sagt:

Wer also ist der Sohn der Königin des Himmels? Offb. 12,5 sagt, dass er "alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe.“ Und das wird nochmal in Offb. 19,15 aufgegriffen:

„Er wird sie [die Völker] hirten mit eisernem Stabe …“

Und davor, ab 19,11, wird enthüllt, wer dieser ist; ich zitiere nur Vers 13:

„Er ist umkleidet mit einem Gewand, das mit Blut getränkt ist, und sein Name heißt: ‚der Logos – das Wort – Gottes.“

Und der Logos ist:

„Im Anfang war der Logos – das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. …“ (Joh. 1,1ff.)

Und in Joh. 1 erklärt der Apostel  weiter, dass der Logos, das Wort, Jesus Christus ist:

„Und der Logos – das Wort – wurde Fleisch und zeltete  unter uns ... Johannes [der Täufer] gab Zeugnis von ihm ...“ (Joh. 1,14f.)

Die Bibel selbst enthüllt uns also, wer  der Knabe aus Offb. 12,5 ist: Jesus Christus.

Der Offenbarungstext spricht nun von der großen Frau, die ihn empfangen und geboren hat:

„Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau ... sie war gesegneten Leibes ... und sie gebar ein Kind, einen Knaben, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe.“ (Offb. 12,1-5)

Was sagt nun die Bibel allein – nicht die Protestanten – wer nun diese Frau ist, die Jesus Christus empfangen und geboren hat? Die Offenbarung teilt es uns nicht mit. Sie sagt nicht, welche Frau den Herrn Jesus Christus empfangen und geboren hat. Im Galaterbrief heißt es dazu:

„Als aber die Zeit der Erfüllung kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau ...“ (Gal.  4,4)

Der Galaterbrief erwähnt also dieselbe Frau, die Offb. 12 erwähnt: Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist also von eben dieser Frau empfangen und geboren worden, die der hl. Apostel Paulus im Sinn hatte. Und welche Frau, die Jesus Christus empfangen und geboren hat, hatte er im Sinn? Darauf geben uns die Evangelien nach Lukas und Matthäus eine Antwort, und nicht die Protestanten:

„Im sechsten Monat wurde der  Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt ... Der Name der Jungfrau war Maria. Als der Engel bei ihr eintrat, sagte er: ‚Sei gegrüßt, Du Gnadenvolle! Der Herr ist mit Dir!’ Sie aber wurde über das Wort sehr beunruhigt ... Da sagte der Engel zu ihr: ‚Fürchte dich  nicht, Maria; denn  du hast bei Gott Gnade gefunden. Und siehe, du wirst empfangen, schwanger werden und einen Sohn  gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.“ (Lk. 1,26-31)

„Mit der Zeugung Jesu Christi  verhielt es sich so: Als Maria, seine Mutter, mit Josef verlobt war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie von heiligem Geist schwanger war. Josef, ihr  Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss daher, sie heimlich zu entlassen.  Als er sich dies überlegte, siehe, da erschien ihm im Traumgesicht ein Engel des Herrn und sagte: ‚Josef, Sohn  Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist vom heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst  ihm den Namen Jesus geben ...“ (Mt. 1,18-21)

Wir sehen, die Bibel selbst gibt die Antwort auf die Frage, wer jene Frau in Offb. 12 ist, die Jesus Christus empfangen und geboren hat: Maria! Der Bibel zufolge ist es Maria, die der hl. Apostel Johannes im Himmel von der Sonne umkleidet und mit einer Zwölf-Sternen-Krone auf  ihrem Haupte sah,  wobei sie mit ihren Füßen auf dem Mond stand. Die Sternen-Krone enthüllt Sie uns als Königin, genau genommen als Königin des Himmels, was auch die Gestirne als Himmelslichter verdeutlichen: Sonne, Mond und Sterne.

Allein darauf, was die Bibel über Maria sagt, nämlich dass Sie die Königin des Himmels ist, gründet die katholische Verehrung Mariens als Himmelskönigin und nicht, wie radikale  Protestanten, diese Lügner, sagen, auf heidnischen Muttergöttinnen. Das bedeutet, um es mit den Worten Jesu Christi zu sagen:

„Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach den Begierden eures Vaters wollt ihr handeln ... Er steht nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er lügt, spricht er aus seinem eigenen Wesen. Denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“ (Joh. 8,44)

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Nachtrag I

Wer oder was die Frau in Offb. 12 ist, da kommen die Protestanten auf die dollsten Ideen. Es sind mir zwei bekannt:

1.)  Die Frau in Offb. 12, die Jesus Christus empfangen und geboren hat, sei die „Gemeinde“, und nicht, wie die Bibel sagt, Maria.

2.) Die Frau in Offb. 12, die Jesus Christus empfangen und geboren hat, sei „Israel“, und nicht, wie die Bibel sagt, Maria.

Punkt 1 ist sehr leicht zu widerlegen, weil die „Gemeinde“ bereits in Offb. 12,17 vergeben ist:

„Nun wurde der Drache zornig über die Frau und ging hin, um die übrigen ihrer Kinder, die die Gebote Gottes hielten und das Zeugnis Jesu hatten, zu streiten.“

Die „Gemeinde“ sind die übrigen Kinder der Frau, die, die die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu  haben, die wahren Christen.

Punkt 2 wird von der Bibel dadurch widerlegt, dass sie ausdrücklich Maria als die Frau identifiziert, die Jesus Christus empfangen und geboren hat, und nicht Israel. Des Weiteren erstrahlte Israel nicht im Licht Gottes, wie die Frau, sondern ist in seiner Geschichte ständig von Gott und seinen Geboten abgefallen, so dass es das göttliche Licht verlor. Auch deshalb ist Israel nicht die von der Sonne umkleidete himmlische Frau.

Die himmlische Frau, die Christus empfing und gebar, ist, wie die Bibel sagt, Maria. Siehe Artikel oben.


Nachtrag II

Ein Adventist – Zitat zu Offb. 12: Johannes sieht eine Frau am Himmel. Vom Grundtext her müsste es eigentlich im Himmel heißen. Die Frau befindet sich also im Himmel. Nun, nicht nur in der Prophetie, sondern auch bei anderen Stellen in der Bibel, stellt eine Frau die Gemeinde Gottes dar:
1. Mose 3,15 ‚Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.’
Diesen Text finden wir im Rahmen der Verführung von Adam und Eva im Paradies. Die Schlange, die Eva verführte, ist nach Offenbarung 12,9 ein Symbol für Satan. Er verführte die ersten Menschen zur Auflehnung gegen Gott und gegen seine Gebote. Gott kündigte daraufhin den Kampf zwischen Gott und Satan und dem jeweiligen Nachkommen an.
Hinweis: Im weiteren Verlauf dieses Kapitels wird der Kampf zwischen Satan und der Gemeinde Gottes näher beschrieben. Satan sollte dem Nachkommen der Gemeinde Gottes in die Ferse stechen. Dies erfüllte sich, als Jesus gekreuzigt wurde. Doch diese Prophezeiung beinhaltet auch, dass Jesus eines Tages Satan den Kopf zertreten wird. Damit wird die Sünde für immer ausgelöscht sein.
Das Weib oder die reine Frau ist also ein Symbol für die Gemeinde Gottes auf Erden:
2. Korinther 11,2 ‚Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte.’
Eine reine Frau hat immer nur einen Mann, zu dem sie gehört und dem sie vertraut. Im Gegensatz dazu wird in  Offenbarung 17 die abgefallene Gemeinde Gottes als Hure bezeichnet. Hier aber ist die Gemeinde Gottes - die Frau - mit der Sonne bekleidet. ... Die Frau symbolisiert das Volk Gottes während der gesamten Geschichte der Menschheit. Im Alten Testament war es das Volk Israel. Im Neuen Testament ist es das geistliche Israel, das nach Galater 3,29 und Galater 6,15.16 die christliche Gemeinde darstellt. Dies wird durch die Krone mit den zwölf Sternen dargestellt. Die Zahl Zwölf ist in der Bibel der Inbegriff der Fülle. Die Krone ist ein Zeichen königlicher Würde (vgl. 1. Petrus 2,9).“

Also, unsinniger geht es nicht, die Frau in Offb. 12 willkürlich auf die sog. „Gemeinde“,  das „Volk Gottes“, zu beziehen. Als Begründung wird 2 Kor. 11,2 angeführt, wonach die „Gemeinde“,  das „Volk Gottes“ eine Jungfrau ist, die Christus als jungfräuliche Braut zugeführt wird. Dieser Unsinn hängt lose in der Luft, da Offb. 12 von der Mutter Christi  spricht, und nicht von seiner jungfräulichen „Braut“:

„Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau ...  sie war gesegneten Leibes und schrie in Wehen und Schmerzen des Gebärens ... und sie gebar ein Kind, einen Knaben, der alle Völker hirten wird mit eisernem Stabe.“ (Offb. 12,1-5)

Wo bitteschön ist hier von der „Braut“ Christi die Rede? Das Gehirn gewisser Protestanten muss schon so weit verdreht sein, dass sie zwischen Mutter und Braut  nicht mehr unterscheiden können, zumal die „Gemeinde“ bereits in Offb. 12,17 vergeben ist, wo sie als die übrigen Kinder der Frau bezeichnet wird. Siehe Nachtrag I.
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